April
Der Boden erwärmt sich langsam und im Garten beginnt
es zu grünen und zu sprießen. Die Frühlingsblüher
stehen nun in voller Blüte. Jetzt ist die günstigste Pflanzzeit
für Stauden und einige, frostunempfindliche Sommerblumen können
bereits im Freien ausgesät werden. Aber auch dem Unkraut muss
man nun wieder regelmäßig zu Leibe rücken.
Stauden pflanzen und teilen
Ende März bis Mitte April ist eine günstige Zeit,
Stauden zu pflanzen oder durch Teilen zu verjüngen. Dies gilt besonders
für Wieseniris (Iris sibirica) und Taglilien (Hemerocallis). Werden
Stauden im Container angeboten, können sie auch das ganze Jahr über
gepflanzt werden, sofern der Boden frostfrei ist. Ausnahmen sind der Orientmohn
(Papaver orientale) und alle Bartiris (Iris, Barbata, Hybriden). Orientmohn
wird am besten nach dem Einziehen von Spätsommer bis Frühherbst
geteilt, Bartiris pflanzt und teilt man erst im Juli.
Frostempfindliche Sommerzwiebelblumen
Gladiolen und Montbretien (Crocosmia) werden ab dem 10.
April, in kühleren Regionen ab dem 25. April, gepflanzt. Dahlien,
Freesien und Pfauenlilien (Tigridia pavonia) sind etwas frostempfindlicher.
Sie setzt man erst ab Anfang Mai.
Sommerblumen aussäen
Sommerblumen, die Minusgrade vertragen, werden von Ende
März bis Mitte April im Freien ausgesät. Frostuzempfindlich sind zum Beispiel Kornblumen, Ringelblumen und der Klatschmohn.
Laub beschweren
Altes Laub unter Hecken und Büschen sollte an Ort
und Stelle bleiben, weil so dem Boden wichtige Nährstoffe wieder
zugeführt werden. Damit es nicht verweht, bedeckt man es mit einer
etwa 1,5 bis 3 cm dicken Schicht Kompost oder Gartenerde. Bei Sandboden
können Sie zur gleichzeitigen Verbesserung des Bodens auch krümeligen
Lehm verwenden. Befinden sich unter den Büschen allerdings Frühblüher,
muß das Laub bereits im Spätherbst beschwert werden.
Unkraut jäten
An sonnigen, trockenen Tagen lassen sich sprießende
Unkräuter ohne großen Aufwand beseitigen. Sobald die Sonne
den Boden abgetrocknet hat, geht man mit dem Stieger durch die Beete und
trennt das Unkraut etwa 1 cm unter dem Wurzelansatz mit scharfem Stoß
ab. Fällt innerhalb von 2 Tagen kein Regen, trocknet es ein und kann
an Ort und Stelle verbleiben. Droht jedoch Regen, harkt man das Unkraut
zusammen und bringt es, sofern es noch nicht geblüht hat, auf den
Kompost.
Bambus auslichten
Bambus, der noch nicht geblüht hat, sollte in Abständen
von 2 bis 3 Jahren ausgelichtet werden. Dazu Halme aus der Mitte, die
4 Jahre und älter sind, möglichst kurz über der Basis abschneiden.
Von Seitentrieben befreit, kann man sie zum Beispiel als Bindestöcke
für Stauden verwenden. Größere Bambusse der Gattung Phyllostachys
werden rigoroser jedes Jahr von den mehr als dreijährigen Halmen
befreit. Niedrige, flächig wachsende Arten jedoch nicht auslichten.
Rhododendren düngen
Wer Rhododendren mit gutem Blütenansatz möchte,
muß seine Büsche bis Mitte April gezielt düngen. Geeignet
sind hierfür spezielle Mineraldünger mit Langzeitwirkung. Geben
Sie zusätzlich grobe Hornspäne. Bei Gelbfärbung der Blätter
(Chlorose) streut man ausserdem einen Eisendünger unter das
äußere Drittel des Blattbereichs.
Weitere Arbeiten im April
- Letzten Winterschutz entfernen
- Falls dies im März noch nicht geschehen ist,
Staudenbeete
und den Rasen düngen
- Rasen gegebenenfalls vertikutieren und mit dem
Mähen
beginnen
- Kaiserkronen auf Lilienhähnchen hin überprüfen
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