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August
Der August ist für viele der Urlaubsmonat. Die
meisten Arbeiten sind jetzt solche, die der Erhaltung des Gartenzustandes
dienen. Sie können sie gut und gern lieben Nachbarn oder Freunden
anvertrauen, bei denen Sie im Bedarfsfall ähnliche Dienste tun. Einige
Arbeiten lassen sich aber auch bereits im Juli erledigen, andere wiederum
auf den September verschieben.
Dahlien düngen, wässern und stützen
Die farbenfrohen Dahlien gedeihen nur dann wirklich gut,
wenn sie mindestens zweifach nachgedüngt und regelmäßig
gewässert werden. Aufs Nachdüngen kann man nur dann verzichten,
wenn der Pflanzerde ein Langzeitdünger beigemischt wurde. Haben Dahlien
eine Höhe von etwa 50 cm erreicht, müssen sie an kräftigen
Stäben aufgebunden werden. Stauden wie Ligularien (Ligularia), Prachtspieren
(Astilbe Arends Hybriden), aber auch Farne wie der Königsfarn (Osmunda
regalis) und der Frauenfarn (Athyrium filix femirna). Stehen sie an keinem
dauerfeuchten Standort, müssen sie täglich beobachtet und bei
leisesten Trocknungsanzeichen sofort intensiv gewässert werden. Jetzt
aber nicht mehr düngen.
Rasen bei Trockenheit nicht mähen
Bei länger anhaltender Trockenheit, besonders dann,
wenn er nicht beregnet wurde, darf der Rasen nicht gemäht werden.
Er "verbrennt" sonst, und es bleiben Dauerschäden zurück.
Noch größerer Schaden entsteht, wenn bei Trockenheit gedüngt
wird.
Zwiebelblumen neu setzen
Frostbeständige Zwiebeln und Knollengewächse,
die zu eng stehen, können Sie jetzt herausnehmen und wieder neu setzen.
Dies gilt besonders für Narzissen, Märzenbecher und Schneeglöckchen,
weil sie als erste meist schon Ende August mit der Neubildung von Wurzeln
beginnen. Graben Sie die Zwiebeln dazu mit der Grabforke vorsichtig aus,
schütteln Sie die grobe Erde ab und sortieren Sie schwache Zwiebeln
aus. Anschließend läßt man sie höchstens eine Woche
lang an einem kühlen, schattigen Platz antrocknen, Krokusse und Tulpen
unter sicherem Schutz vor Mäusen. Ausnahmen: Winterlinge (Eranthis
hyemalis) und auch der seltene Herbstkrokus Crocus banaticus: Sie müssen
sofort wieder in den Boden, denn sie trocknen schnell aus und sterben
dann ab. Achten Sie bei Narzissen und Märzenbechern darauf, ob sie
von der Narzissenfliege befallen sind. Die Zwiebel fühlt sich dann
pappig an und ist mit einer fauligen Masse gefüllt. Befallene Zwiebeln
sorgfältig vernichten. Vor dem erneuten Pflanzen vorsichtig alle
Wurzelreste und lockeren Schalen entfernen. Aber aufgepaßt: Bei
Tulpen nicht die Schutzhaut beschädigen! Anschließend die Zwiebeln
an einem gut vorbereiteten Platz wieder in die Erde bringen. Nach Möglichkeit
sollten hier vorher nicht dieselben Zwiebelblumen gestanden haben. Jeder
neue Platz erhält eine gute Schaufel voll leicht gekalkten Kompost
(1 bis 3 Hand voll Kalk auf 10 Schaufeln). Gut durchmischen. Auch neu
erworbene Zwiebeln von Narzissen, Märzenbechern und Schneeglöckchen
pflanzt man am besten im August.
Weitere Arbeiten im August
- Bei längerer Trockenzeit Rhododendren und andere
Immergrüne gießen, in Kalkgegenden ein Eisenmittel dazugeben
- Sommerblumen ständig gut feuchthalten und alle
14 Tage düngen
- Chrysanthemen jetzt kräftig düngen (Hornspäne
oder mineralischer Volldünger)
- Stiefmütterchen fürs kommende Jahr können
noch ausgesät werden. Das gilt auch für Petersilie, die sich
punktuell in Staudenbeeten gut macht
- Schnittlauch kann jetzt geteilt werden. Vor dem erneuten
Pflanzen auf 10 cm zurückschneiden und pro Pflanze etwas Hornspäne
beigeben
- Lilien auf Grauschimmel kontrollieren und befallene
Teile vernichten. Eventuell vorhandene Larven der Lilienhähnchen
absammeln. Bei Bartiris fleckige Blätter entfernen und vernichten
- Ständige Pflegemaßnahmen: Unkraut jäten,
Rasen mähen, bei Trockenheit wässern
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