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Februar

Die höhersteigende Sonne lässt im Februar oft schon die ersten Frühlingsblüher spriessen, gern gesehene Vorboten für die nun bald erwachende Natur. Empfindliche Pflanzen brauchen gegen Ende des Monats Schutz vor den grossen Unterschieden zwischen Tag und Nachttemperaturen und Immergrüne müssen nach längeren Frostperioden gewässert werden. Im Haus können Sie jetzt schon damit beginnen, die ersten Sommerblumen vorzuziehen.

Pflanzen vor der Wintersonne schützen

Wenn der Februar zur Neige geht, erwärmt die Sonne insbesondere geschützte Lagen schon recht kräftig. Doch nachts friert es oft noch stark. Jetzt und bis in den späten März hinein sind besonders die immergrünen Gewächse an der Südseite Gehölze wie Stauden in Gefahr. Der grosse Temperatur-
unterschied innerhalb kurzer Zeit ist für sie oft tödlich, denn durch die plötzliche Erwärmung am Tag können die Zellen der Blätter und Nadeln gesprengt werden. Schäden lassen sich hier durch folgende Massnahmen verhindern:

  • Die Sonneneinstrahlung mildern Sie mit dünnem Schattierungsgewebe, das im Fachhandel erhältlich ist, oder mit locker benadelten Kiefern- oder Fichtenzweigen.
  • Die Stämme freistehender Gehölze lassen sich mit einem reflektierenden Kalkanstrich oder mit weisser Folie gegen Frostschäden schützen. Genausogut können Sie aber während der gefährlichen Tage auch einige Bretter vor die Stämme stellen.
  • Auch manche Heide leidet unter der Wintersonne. Sobald aber Tauwetter herrscht, muss hier die Schattierung beseitigt werden, da sonst leicht Fäulnis auftritt.

Rhododendren und Immergrüne wässern

Nach langen Frostperioden beobachtet man oft, dass Rhododendren trotzt mehrerer Tage Tauwetter ihre Blätter nicht entrollen und bei anderen Immergrünen die Blattfarbe fahl aussieht. Höchste Zeit, diese Büsche zu wässern. Sie bekommen je nach Grösse 3 bis 5 Eimer Wasser. Dies sollte alle 2 bis 3 Tage wiederholt werden, bis das Laub wieder normal erscheint. Wenn das Wasser vom Wurzelhals abfliesst, hilft ein Giessring aus angefrorener Erde.

Stauden und Rasen erhalten die erste Düngung

Unabhängig vom Wetter, auch bei Frost und Schnee, ist es ratsam, Ende Februar die erste Düngung der Staudenbeete und des Rasens vorzunehmen. Dazu streuen Sie breitwürflig Hornspäne oder einen anderen organischen oder mineralischen Volldünger nach Packungsanweisung über die Beete. Beim Rasen sollte es etwas weniger sein, damit Sie im Frühling nicht gleich so viel mähen müssen. Tip: Auf Schnee lässt sich der Dünger besonders gleichmässig verteilen.

Sommerblumen vorziehen

Wer Spass daran hat, Pflanzen im Haus vorzuziehen, kann Ende Februar damit beginnen, frostempfindliche Sommerblumen in Saatgefässe auszusäen. Hierzu gehören zum Beispiel Studentenblumen (Tagetes), Sommerastern (Callistephus), Petunien (Petunie), Salvien wie Salvia splendens, Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) und auch der Leberbalsam (Ageratum houstonianum).

Schnittlauch teilen und eintopfen

Jetzt ist die günstigste Zeit, sich eine der erfrischendsten Gewürzpflanzen, den mehrjährigen Schnittlauch, aus dem Garten in die Küche zu holen und ihn hier anzutreiben. Am besten teilen Sie eine Altpflanze in drei gleiche Teile und pflanzen sie mit normaler altem Kompost oder auch gekaufter Pflanzerde in Blumentöpfe. Einen Topf stellen Sie ans Küchenfenster, die anderen kommen vorübergehend an die Nordwand des Hauses, gut eingebettet in Laub. Jeder Topf kann zwei bis dreimal abgeerntet werden. Danach pflanzen Sie ihn wieder in den Garten und holen ihn im nächsten Jahr erneut ins Haus.

Weitere Arbeiten im Februar

  • Falls noch nicht geschehen, Gehölze schneiden
  • An Pflanzenbestellungen denken
  • Frühe Zwiebelblumen auf Mäusefrass und andere Schäden hin kontrollieren.

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