Mai
Jetzt ist es soweit! der Lenz ist da. Bäume und Sträucher
entfalten ihr frisches Grün und öffnen ihre zahlreichen Blüten.
Zur Monatsmitte kann es aber noch einmal empfindlich kalt werden. Frostanfällige
Sommerblumen sollten deshalb erst nach den Eisheiligen ins Freie, sommerblühende
Zwiebelblumen können Sie ruhig schon etwas früher setzen. Hochwachsende
Stauden erhalten jetzt eine Stütze, damit sie später nicht umkippen
oder auseinanderfallen.
Sommer-Zwiebelblumen setzen
Dahlien, Freesien Pfauenlilien (Tigridia pavonia) und andere
ähnlich frostempfindliche Zwiebel und Knollengewächse können
ab Anfang Mai gesetzt werden. Zeigen sich bei späten Frosteinbrüchen
schon Triebspitzen, sollte man sie mit Schutzmaterial bedecken. Dahlien
gedeihen besser, wenn sie eine zusätzliche Düngergabe erhalten.
Am besten füllen Sie das Pflanzloch mit reinem Kompost oder geben
pro Pflanze eine gute Handvoll Hornspäne hinzu. Wurde dies vergessen,
kann nach dem Austrieb mit einem mineralischen Volldünger nachgeholfen
werden.
Empfindliche Pflanzen vor Nachtfrost schützen
Immer wieder gibt es Jahre, in denen die Eisheiligen ihrem
Namen alle Ehre machen. Dann müssen die jungen Triebe empfindlicher
Pflanzen wie Lilien, Tränendes Herz (Dicentra spectablis) und auch
Farne über einige Nächte hinübergerettet werden. Dazu deckt
man sie mit Noppenfolie, Schutzvlies oder großen Styroporbehältern
ab.
Frostempfindliche Sommerblumen
Erst nach den Eisheiligen, also um den 17. Mai herum, kann
man frostempfindliche Sommerblumen wie Studentenblumen (Tagetes), Sommerastern
(Callistephus) und Leberbalsam (Ageratum houstonianum) auspflanzen. Wer
diese Pflanzen selbst vorgezogen hat, sollte sie zuvor für eine Woche
an einen schattigen, windgeschützten Platz stellen, um sie ans Freiland
zu gewöhnen.
Auf Pflanzenschäden achten
Mäusefraß an Krokussen. Abgeblühte Krokusse
in der Nähe hoher Stauden oder unter Sträuchern sind Leckerbissen
für die Waldmaus. Auf Rasen und Wiesen dagegen gibt es kaum Schäden.
Schutz gewährt nur engmaschiges Perlongewebe oder eine 1 bis 2 cm
hohe Schüttung gut angefeuchteter, lehmiger Erde. Narzissenfliege.
Sie fliegt ab Mai und legt ihre Eier an der Blattbasis der Narzissen ab.
Die Larven dringen in die Zwiebel ein und höhlen sie oft völlig
aus. Bereits befallene Zwiebeln vernichten. Grauschimmel (Botrytisl) bei
Pfingstrosen. Oft tritt in sehr engen Staudenpflanzungen Anfang Mai, in
wärmeren Gegenden schon Mitte April, an der Stengelbasis der Pfingstrosen
(Paeonien) Grauschimmel auf, der zum Welken der Triebe führt. Entfernen
Sie bereits befallene Triebe, und lichten Sie das Beet nach Möglichkeit
aus. Notfalls hilft einmaliges Gießen mit einem Fungizid (Pilzmittel)
nach Anweisung. Blattflecken bei Bartiris. Hierbei handelt es sich um
eine Pilzerkrankung, die sich bei feuchtwarmem, windarmem Wetter schnell
ausbreitet. Befallene Blätter oder Blatteile abschneiden und vernichten.
Frühsommerstauden stützen
Wenn ein Staudenbeet gepflegt aussehen soll, müssen
höher wachsende, frühe Stauden wie Tränendes Herz (Dicentra
spectabilis), Rittersporn (Delphinium), Türkenmohn (Papaver orientale),
Pfingstrosen (Paeonia) und auch hochwachsende Dahlien rechtzeitig gestützt
werden. Als Faustregel gilt: Stützen, wenn eine Höhe von etwa
30 cm erreicht ist oder aber spätestens, wenn die Stauden ihre senkrechte
Wuchsrichtung ändern. Im Fachhandel gibt es verschiedene Staudenhalter
zu kaufen. Bambusstäbe und etwas Bast tun es aber auch. Am unauffälligsten
sind Zweige und dünne Äste vom Baumschnitt. Frühzeitig
angebracht, werden die Stützen vom Laub der Stauden bald so verdeckt,
daß sie kaum noch zu sehen sind. Am besten sammeln Sie solche Stützhilfen
schon beim Gehölzschnitt im Winter und bewahren sie dann trocken
auf.
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